Lifetec One kann auch in ihrem Betrieb Leben retten

Mirko Djuric ist seit Januar 2017 CEO der Lifetec AG. Im November 2016 übernahm eine Investorengruppe um Dr. Patrick Wegmann die 2012 gegründete Gesellschaft aus Dietikon, welche neu das revolutionäre Notfallmanagement-System «Lifetec One» anbietet.

INTERVIEW MIT MIRKO DJURIC, CEO

Von Stefan Kühnis

Geschäftsführer: Herr Djuric, in der Schweizer IT-Branche sind sie als ehemaliger Manager bei namhaften Firmen ein bekannter Kopf. Was motivierte Sie, die operative Leitung eines Schweizer KMU zu übernehmen? 

Mirko Djuric: Ich will etwas für das Wohl von Menschen tun. Zusammen mit Patrick Wegmann, den ich schon lange kenne, realisierte ich, welches Potenzial im Produkt «Lifetec One» steckt. Die vorherige Unternehmensleitung machte mit der Etablierung des Rettungssystems in der Deutschschweiz einen guten Job. Für die nächste Entwicklungs- und Expansionsstufe fehlte dem bisherigen Besitzer aber das Know-how. Ich bin überzeugt, dass ich dies dank meiner in zahlreichen Märkten gesammelten Erfahrungen schaffen werde.

Ihr Produkt basiert auf einem Defibrillator. Solche Apparate gibt es schon von verschiedenen Anbietern an zahlreichen Standorten in der Schweiz. Wieso ist denn «Lifetec One» so revolutionär?

Der Defibrillator ist nur ein Bestandteil des Notfallmanagement-Systems «Lifetec One». Dieses besteht aus einem Erste-Hilfe-Set, einer Machine-2-Machine-Karte (M2M) von Swisscom sowie dem Defibrillator und ist mit Wandhalterung oder mobilem Notfallkoffer verfügbar. Sobald das Gerät aus der Befestigung genommen wird, verbindet es sich automatisch mit der Notrufzentrale 144. Der Ersthelfer wird mit einer Fachperson verbunden und von dieser unterstützt und angeleitet.

Wieso ist eine unmittelbare Verbindung mit der Notrufzentrale derart wichtig?

Leider sind Ersthelfer in dieser Situation oft überfordert. Die Fachperson in der Notrufzentrale leitet den Helfer an, die lebensrettenden Schritte richtig vorzunehmen. Dank Standort-Hinterlegung und Geolokalisierung ist der Unfallort bekannt, und die Rettungskräfte sind schnellstmöglich am Ziel.

Heute trägt jeder ein Mobiltelefon auf sich, braucht es da diese zusätzliche Verbindung zur Notrufzentrale?

Ja, denn wir nehmen dem Ersthelfer die wichtigsten Schritte ab. Zudem werden unsere Geräte, die mit einer M2M-Karte ausgerüstet sind, permanent auf die Einsatzbereitschaft hin überprüft. Und nicht zuletzt bilden wir die Mitarbeitenden aus, wie das Notfallsystem einzusetzen ist.

Die Zahl der Arbeitsunfälle nimmt ab, ein Zwischenfall mit Herzstillstand ist ein eher seltenes Ereignis? Ist «Lifetec One» ein Luxusprodukt?

Leider sprechen die Zahlen eine andere Sprache. In der Schweiz gibt es laut SUVA jährlich knapp 10’000 schwere Berufsunfälle. Rund 30’000 Menschen erleiden einen Herzinfarkt oder haben Kammerflimmern. Fast 8’000 sterben an den Folgen eines Herzstillstands. Wird bei einem Herz-Kreislauf-Notfall nicht in den ersten drei bis vier Minuten geholfen, können irreversible Schäden auftreten. Nach acht bis neun Minuten tritt der Tod ein. Die Statistik zeigt, dass Rettungskräfte zum Einsatzort durchschnittlich 10 bis 15 Minuten brauchen, manchmal auch länger. Unser System hilft, diese Zeit zu verkürzen und professionell zu nutzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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