Wohnkultur leben

Interview mit Caroline Stupf von Freya Mohr

Die Frage nach der passenden Lösung braucht professionelle Hilfe.

Das Einrichten einer neuen oder sanierten Wohnung ist theoretisch eine spannende Angelegenheit. In der Praxis sieht man aber oft den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Das muss nicht sein.

Das Einrichten einer Wohnung ist weniger die Frage des Geldbeutels als eine des passenden Geschmacks. Nur, wie kommt man zur optimalen Lösung? Externe Unterstützung, die passende Einkaufsstrategien entwickeln kann, ist hier eine Möglichkeit. Der Alltag wird so inspirierender.

«Geschäftsführer»: Wohn- und Einrichtungsberater kennt man vor allem aus Möbelhäusern. Wie sind Sie darauf gekommen, sich in diesem Bereich selbstständig zu machen?
Caroline Stupf: Ich beschäftige mich schon sehr lange mit dem Thema Wohnen und Einrichten und ich liebe das ganze Spektrum, deshalb habe ich mich vor sieben Jahren entschieden, kein Geschäft zu eröffnen, sondern als unabhängige Beraterin tätig zu werden. Ich wollte neutral und flexibel auf die unterschiedlichsten Kundenwünsche, Räume und Budgets eingehen können. Dort ansetzen, wo das Problem oder der Wunsch nach Veränderung besteht, und zwar beim Kunden vor Ort, ungebunden an irgendein Sortiment oder eine gewisse Preisklasse. Abgesehen davon macht der Mix es aus, finde ich. Selten bis nie findet man alles in einem Geschäft, erst recht nicht, wenn es individuell werden soll.

Wie sieht Ihre Arbeitsweise aus?
Ich entwickle eher selten Konzepte im Büro, sondern viel mehr direkt vor Ort mit dem Kunden. Ich verschaffe mir einen Überblick, kläre die Bedürfnisse, lote die Wünsche aus und lege los. Der Kunde ist Teil des Prozesses und kann direkt Einfluss nehmen. Gemeinsam entsteht so die Veränderung. Das ist sehr persönlich, spannend und effizient. Vielen hilft bereits die zweistündige Soforthilfe, um Klarheit zu erlangen, andere wiederum sind froh um eine Begleitung bis hin zum Feinschliff. Egal, ob ein WG-Zimmer oder ein ganzes Haus, eine Um- oder Neu­gestaltung, eine Umzugs- oder Farbberatung – ich helfe dort, wo der Kunde mich braucht.  

Was lieben Sie an Ihrem Beruf?
Abgesehen vom administrativen Teil einfach alles. Ich bin mit Leib und Seele dabei und liebe es, mit Menschen zusammenzuarbeiten. Gemeinsam mit ihnen etwas zu entwickeln und zu erleben wie bei ihnen Freude aufkommt. Jeder Kunde und jedes Projekt erfordern andere Ideen, Ansätze und Vorgehensweisen, und genau diese Vielseitigkeit begeistert mich.

Auf welche Themen legen Sie Wert, wenn Sie einen Kunden beraten?
Materialien, Farben, Formen, Licht, Abläufe, Proportionen … es gibt vieles zu berücksichtigen, aber am wichtigsten ist, dass der Raum zum Kunden passt und ihm gefällt. Egal, ob es um Lösungen von zum Beispiel B&B Italia oder IKEA geht, der Kunde muss sich darin wohlfühlen. Gleichzeitig gilt es, das Budget und die Funktionalität im Auge zu behalten. 

Wenn wir in die Zukunft blicken, worin sehen Sie das Potenzial der Wohn- und Einrichtungsberatung?
Der Einrichtungsmarkt wächst und verändert sich stetig und bietet dadurch immer noch mehr Möglichkeiten. Für die einen ist es toll, die anderen frustriert und überfordert es noch mehr. Parallel dazu steigt überall der Stresslevel und der Wunsch nach einem stimmigen Zuhause wird immer grösser. Deshalb bin ich überzeugt, dass Wohn­beratungen grosses Potenzial haben, denn es schafft Klarheit und hilft, kostbare Zeit, Nerven und Geld zu sparen.

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