Immer noch 85 Prozent «Digitale Dinosaurier»

«Digitale Dinosaurier»
85% der Befragten stufen ihr Unternehmen als «Digitale Dinosaurier» ein.

Wie steht es um die digitale Reife bei Schweizer KMU? Resultate und Erkenntnisse liefert eine Studie, die bereits zum vierten Mal von der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich durchgeführt wurde – erstmals in Kooperation mit veb.ch. Sie zeigt, dass der Reifegrad bei den «Digitalen Dinosauriern» nur langsam zunimmt.

Als führender Schweizer Verband für Rechnungslegung und Controlling kümmert sich veb.ch um die Digitalisierung seines Berufsstandes. In diesem Zusammenhang ist veb.ch mit dem «Institute for Digital Business» der HWZ Hochschule für Wirtschaft in Zürich eine mehrjährige Partnerschaft eingegangen. Diese Zusammenarbeit trägt bereits erste Früchte: Die aktuelle Studie «Digital Switzerland 2018» mit 1‘026 Teilnehmenden liefert erste Resultate, insbesondere im Rechnungswesen und anverwandten Bereichen. Sie zeigt, dass die digitale Reife in Schweizer KMU immer noch zu wünschen übrig lässt: 85 Prozent (Vorjahr 87 Prozent) weisen nach wie vor den Reifegrad eines «Digitalen Dinosauriers» auf. Als Digitale Dinosaurier wurden Unternehmen eingestuft, die angaben, dass weder ihr Kundenerlebnis noch ihre operationalen Prozesse digitalisiert sind. Spannendes Detail: Von den Befragten sitzen fast die Hälfte, das heisst 44 Prozent, in der Geschäftsleitung.

37 Prozent haben keine Strategie im digitalen Bereich
Nur gerade 25 Prozent haben eine digitale Strategie für das gesamte Unternehmen. Zählt man jene dazu, die für einzelne Geschäftsbereiche oder Teilaspekte eine digitale Strategie haben, erhöht sich der Anteil immerhin auf 63 Prozent. Eine zentrale Rolle spielt die Thematik «Digital Security», welche – nebst dem Mangel an Know-how als wichtigstes Element der digitalen Transformation genannt wird. Das fehlende Fachwissen der Mitarbeitenden wird als grösste Herausforderung innerhalb der Digitalisierung wahrgenommen.

Rechnungswesen ist digital
Ohne Software geht heute im Rechnungswesen nichts mehr. Es wird lediglich unterschieden zwischen integrierten Lösungen für die gesamte Geschäftsadministration und individuellen Lösungen für Finanz- und/oder Lohnbuchhaltung sowie weiteren Bausteinen. Die grosse Mehrheit der Lösungen laufen nach wie vor Onpremise und nur 21 Prozent in der Cloud. Erhebliche Unterschiede stellt man in den abgebildeten Prozessen fest: 62 Prozent der Befragten setzen Einzahlungsscheine mit Referenznummern (ESR) ein und nur 26 Prozent verbuchen ihre Bankbewegungen anhand von elektronisch zur Verfügung gestellten Daten.

Digitalisierung im Rechnungswesen hat Handlungsbedarf
Überall spricht man von Big Data oder Smart Data, da die Datenmenge in den digitalen Archiven rapide wächst und darin ein wertvoller Schatz mit Informationen verborgen ist. In der Praxis wird mit diesen Daten allerdings nicht viel gemacht, und so bleibt es vorwiegend bei den klassischen Excel- Auswertungen. So überrascht es auch nicht, dass laut der Umfrage das Reporting gedruckt auf Papier oder als PDF erfolgt. Gleich verhält es sich auch bei den Rechnungen, welche meistens in gedruckter Form per Post oder als PDF per Mail verschickt werden. Andere Formate, von welchen auch die Empfänger profitieren können, bilden die Ausnahme. Die Vorteile, welche die Digitalisierung im Rechnungswesen bringen kann, sind zwar bekannt, werden aber noch zu wenig genutzt. veb.ch stellt sich dieser Herausforderung und entwickelt deshalb laufend Weiterbildungsangebote – auch in Kooperation mit der HWZ.

www.digital-switzerland.ch

www.fh-hwz.ch/idb

www.veb.ch

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